• Maren Cremer

Yoga Retreat Recap I

Wortwörtliche Sonnengrüße direkt von der Costa del Sol in Spanien. Noch darf ich ein paar Tage die Wärme aufsaugen, die ich dir von Herzen mit diesem Brief mitschicken möchte. Die vergangenen anderthalb Wochen habe ich immer wieder, wenn mir danach war, an den folgenden Zeilen an dich geschrieben und dabei mein Retreat in Andalusien Stück für Stück nachwirken lassen.


In diesem und meinen nächsten Newslettern möchte ich meine Erfahrungen und Erkenntnisse aus 7 Tagen Andalusien-Retreat mit dir teilen - viele Learnings und schöne Momente, die ich versuche bestmöglich in Worte zu fassen. Unterstützt werden sie von den wundervollen Bildern von Isabel Cutrona, die mich nach Spanien begleitet hat und mit ihrem Auge für die einfachen, wunderschönen Eindrücke beweist, worauf es wirklich ankommt: die Schönheit im Moment, im Jetzt zu sehen. Normalerweise wäre Instagram mein Tool gewesen, um das Erlebte aufzuarbeiten und mit der Welt zu teilen. Dieses Mal ist es anders. Für diese wertvollen Inhalte ist auf der Plattform, auf der alles immer schneller zu gehen scheint, nicht der Raum, den ich kreieren möchte. Deswegen zeige ich dort nur das, was möglich ist und nehme mir hier den Platz, den es wirklich braucht. Dich lade ich herzlich ein, dir bewusst Zeit zu nehmen, um die kommenden Zeilen und Briefe wirken lassen.


Wenn dir das Leben Limonade gibt, darfst du dich tiefenentspannt zurücklehnen, dich der Sonne zuwenden und das süße, kühle Getränk genüsslich deine Seele erfrischen lassen Schon richtig... es müssen ja nicht immer die sauren Zitronen sein, die mit Arbeit und Anstrengung zu leckerer, süßer Limonade verarbeitet werden sollen. Manchmal gibt dir das Leben eben direkt Limonade. Alles begann mit dem immer lauter werdenden Wunsch, endlich ein eigenes Retreat zu veranstalten. Lange Zeit war dieser Wunsch überlagert von Zweifeln und Sätzen wie "Dazu bin ich noch nicht bereit." Kann schon gut sein, dass ich es zu dem Zeitpunkt noch nicht war. Schnee von gestern. Wenden wir uns wieder der Sonne zu. Denn eines Tages beim Wegträumen in unendlichen Recherchen zu möglichen Retreat-Unterkünften, war es plötzlich da. Dieses unvergleichbare Kribbeln gepaart mit Mut, Leichtigkeit und Durchschlagskraft, das Zweifel und Ängste auf einmal viel kleiner erscheinen ließ. Aus dem Nichts konnte ich es sehen. Ich sah alles vor mir, mein eigenes Retreat in den schönsten Farben und mit meinen Yoginis und Yogis. Als kleine Spiri-Vernarrte wusste ich sofort: "Ich bin bereit. Es ist alles da. Es ist alles schon in mir." (Kleiner Exkurs zum Sorgen-machen: wir malen uns in einer Zeit, die es gar nicht gibt - der Zukunft - irgendwelche Szenarien aus, die eintreten oder eben nicht eintreten könnten. Wozu? Ist doch völlig sinnlos, wenn jetzt die einzige Zeit ist, in der Dinge passieren und nicht passieren. Jetzt in diesem Moment können wir handeln oder nicht handeln. In dem Buch "50 Sätze, die das Leben leichter machen" von Karin Kuschik habe ich kürzlich gelesen: "Gefahr ist real. Angst ist freiwillig. Sorgen sind sinnlos." Klingt provokativ und ziemlich wahr, oder nicht? Vor allem wenn man - wie in meinem Beispiel - bedenkt, ich hätte mir durch meine Zweifel und Sorgen diese großartigen Erlebnisse genommen, auf die ich noch zu sprechen komme.) Gesagt, getan. Jetzt klemmte ich mich mit vollem Motivations-Antrieb dahinter, DIE Unterkunft zu finden. Gar nicht so einfach, wenn die Vorstellungen so klar sind. Kennste? Es dauerte dennoch nicht lang, bis ich auf die Villa El Noque im andalusischen Hinterland stieß. Kalkweiße Wände, Palmen, weitläufiges Grundstück, viel Grün, das Decor in weiß-beige gehaltenen Erdtönen und ... Esel. What?! Ein Traum. Mein Traum? Fühlte sich so an.

Buchungskalender checken. Verdammt! Alles dicht. Enttäuschung und das Echo eines langen, verzweifelten "Naaaaiiiiiins" macht sich in meinem Kopf breit. Das wärs gewesen. Das wäre DIE Location für mein erstes Retreat gewesen. Ich hatte keine Zweifel. Da passte alles zu 110%. Mein Herz brannte vor Überzeugung. "Abhaken!", wie meine Eltern immer sagen. Unmöglich, nicht jetzt. Weiterschauen wollte ich in dem Moment auch nicht, also erstmal in Selbstmitleid und Enttäuschung suhlen. Schokolade half und so setze ich mich ein paar Stunden später wieder an den Laptop, in der festen Überzeugung, dass da wahrscheinlich noch eine bessere Unterkunft auf mich warten musste. Das Vertrauen ins Leben war on fleek. Bildschirm aufgeklappt, einmal aktualisiert, andere Ansicht. Der Buchungskalender sah verändert aus. Hm!??!?! Ein grüner Fleck unter den in rot getauchten Monaten. September. Eine Woche im September war frei..?! Wie war das möglich? Hatte ich es vorher etwa übersehen? Nein. War es ein Fehler in der Darstellung? Maybe. Bringen wir es ganz unaufgeregt in Erfahrung, Maren. Stay cool. Am anderen Ende der Leitung ein fröhlich klingender, aufgeschlossener Brite, geschätzte Ende fünfzig und mit einem erfrischend freundlichem "Oh, I'm delighted you're interested in our beautiful El Noque. It's a very special place." Schnell wurde klar, es handelte sich weder um technisches Versagen noch hatte ich halluziniert. Just vor ein paar Stunden hatte sich Mike zusammen mit seiner Familie dazu entschieden, doch nur eine Woche in ihrem andalusischen Feriendomizil zu bleiben - so war nun wieder eine Woche im September zu haben. Für mich. Limonade! Wir besprachen die Konditionen und vielmehr besprach Mike mich. Er war mehr als ein Vermieter einer wunderschönen Unterkunft. Ist er Speaker? Was macht er wohl beruflich? Schon nach den ersten Sätzen hatte ich das Gefühl, dieser Mensch musste das Leben verstanden und extrem viel richtig gemacht haben. Wir kannten uns nicht und nur übers Telefon schien er meine leichte Aufregung in Bezug auf die ganzen unbekannten Faktoren, die mein erstes Retreat für mich bereithalten würde zu sehen. Er schwor mir, dass dieser Ort genau das sei, was ich mein meine Yogis brauchen würden. Wie er mich einschätzte, sei ich eine sehr bewusste und empathische Person. Genau solche Menschen wünschte er sich an diesem Ort. El Noque hätte Karma und er weiß, dass ich mich dort perfekt entfalten könnte. Limonade, Limonade! Diese Motivationsrede war das i-Tüpfelchen, das schon ohne dort gewesen zu sein, mein Vorhaben perfekt machte. Wie konnte es sein,dass ich genau auf diesen Menschen mit dieser Unterkunft traf, die exakt meinen Wünschen entsprach? Limonade, Limonade, Limonade!!! Das Leben gibt dir Limonade, wenn du weißt, was du willst. We call it manifestation. Und es funktioniert.


Springen wir zu dem Moment des Ankommens an der Villa am 3. September. Ein herzlicher Empfang von Renata, der von Mike so oft bis in den Himmel und drüber hinaus gelobten Renata. Sie ist die Full Time House Managerin vor Ort. Es war so schön, die erste Haus-Tour in Begleitung von Isabel, der oben beschriebenen Fotografin und kreativen Seele, machen zu können. So konnte ich mir mit ihr den offenen Mund und aufgerissenen Augen, das ungläubige Kopfschütteln und das wiederholte "Wow" wie bei einer hängenden Schallplatte teilen. Wir waren baff. Ich erinnerte mich an eine von Mike's Mails, in denen er schrieb: "I must also tell you that every single guest has said that El Noque is MUCH lovelier in real life than the photos/videos show." Und sie alle hatten absolut recht. Die Fotos auf der Website vermittelten schon einen wahnsinnig tollen, erstklassigen und ruhigen Eindruck.

Das Gefühl vor Ort beim Umschauen war noch so viel intensiver und schöner. Direkt zu Beginn, beim Öffnen der Pforte wurden wir in dieses warme, Zufriedenheit und Loslassen erlaubende Gefühl getaucht: Fülle. Hier war im Außen so viel natürliche Fülle, Schönheit und Liebe spürbar, dass es sich direkt in mir verankerte. Und dabei diese Freude in mir, dass dies tatsächlich der Ort sein würde, den ich mit anderen Menschen teilen und sie dadurch mit wundervoll leichter, beruhigender Energie versorgen würde...

In unserer Abschlussrunde des Retreats bemerkte eine Teilnehmerin: "Es war so herrlich unaufgeregt." Dem stimmten alle nickend zu. Das war es. Auch, weil diese Villa mit ihrer Aura, den Bäumen, Tieren, dem wunderschönen, ausgesuchten Geschirr und den passenden Gläsern, den bequemsten Betten und flauschigsten, weißen Bademänteln ever sowie natürlich mit dem Pool genau diese Stimmung vermittelte. Herrlich unaufgeregt und gleichzeitig äußerst luxuriös. In sich ruhend und von da aus mehr gebend als man hätte erwarten können.


Hier durften wir nun also nach der Hausführung ankommen, bevor die Teilnehmerinnen am Tag drauf eintrafen. Aufregend... irgendwie. Und doch in so einer tiefen Entspannung, weil alles mehr als unfassbar toll und mehr als perfekt war. Das Retreat konnte starten. Ich und die Umgebung waren bereit. Bereit, mich tiefentspannt zurückzulehnen, mich der Sonne zuzuwenden und die süße, kühle Limonade genüsslich meine Seele erfrischen zu lassen. Hast du bist hierhin gelesen? Wie schön! Danke für deine Aufmerksamkeit. Es gibt noch viel zu Erzählen und ich freue mich, wenn du nach diesem Brief schon Vorfreude auf den nächsten spürst. Ich schreibe fleißig am nächsten Kapitel! Alles Liebe für dich, bleib achtsam und genieße deine Limonade - auch, wenn der kalte Herbst schon da ist. Namasté, deine Maren

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